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Was ist Altokzitanisch?

«Altokzitanisch» wird die mittelalterliche Sprachstufe des Okzitanischen* genannt, wie sie uns von den Anfängen im 11. Jahrhundert bis ca. 1500 schriftlich überliefert ist. Das Okzitanische zählt zu den romanischen Sprachen, die als Fortsetzer des gesprochenen Latein der verschiedenen Gebiete des Römischen Reichs in Europa entstanden sind.

Die romanischen Sprachen in Europa.

Okzitanisch ist die angestammte Sprache Südfrankreichs, des Midi de la France. Vom im Norden angrenzenden Franzö­sischen unterscheidet sich das Okzitanische jedoch mehr als etwa vom Katalanischen, das sich im Süden auf der Iberischen Halbinsel anschließt.

Südfrankreich,
das Sprachgebiet
des Okzitanischen.

* Der Name «(Alt-)Okzitanisch» ersetzt früheres «(Alt-)Provenzalisch», eine missverständliche Bezeichnung, da die Mundart der Provence nur einen Teil des gesamten okzitanischen Sprachgebiets ausmacht. Der Terminus «Okzitanisch» wurde ausgehend von altokzitanisch oc ‹ja› (aus lat. hoc) gebildet. Wie Dante als erster bemerkt hat, unterschied sich das Altokzitanische eben durch seine Bejahungsform vom Französischen, das zu jener Zeit für ‹ja› oïl (neufranzösisch oui, aus lat. hoc ille) sagte. Die Mehrzahl der übrigen romanischen Sprachen bejaht dagegen mit si (aus lat. sic). Übrigens beruht auch der Name der alten französischen Provinz Languedoc auf einer Sprachbezeichnung: langue d’oc, ‹die Sprache, die oc sagt›.

 

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Wie klingt Altokzitanisch?